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Der Begriff „Karst“ beschreibt Gebiete, in denen der Niederschlag nicht mehr oberirdisch abläuft und Flussbetten meistens ganzjährig trockenliegen. In diesen Gebieten finden sich Gesteinsarten, die sich in Wasser auflösen, wie Kalkstein (Kalziumkarbonat), Dolomit (Kalzium - Magnesium - Karbonat), Gips (Kalziumsulfat) und Steinsalz (Natriumchlorid). Im Südharz finden sich vor allem Dolomit und Gips, die aufgrund der hohen Niederschläge die Verkarstung der Landschaft begünstigt haben.
Quellen in diesen Karstlandschaften führen das Wasser mit dem gelösten Gestein, im Südharz Kalk und Gips, aus dem Südharz über die Weser in die Nordsee. Dadurch kommt es unterirdisch aber auch zu Hohlraumbildungen, die wiederum über die Zeit größer werden und einstürzen und die Landschaft im Landkreis Osterode als sogenannte „Erdfälle“ prägen. Hier gibt es alleine ca. 10.000 solcher Erdfälle!
Andererseits entsteht durch Wasseraufnahme im Anhydrit Gips, das sogenannte Quellungshöhlen im Erdreich entwickelt, da es ein größeres Volumen als Anhydrit hat. Bricht das Gips in der Folge weg, können diese Höhlen offengelegt und z.T. zugänglich gemacht werden. In der Nähe des Sachsensteins finden sich verschiedene dieser Höhlen in unterschiedlichen Größen.
Natürlich gaben diese Quellungshöhlen der Harzer Sagenwelt wiederum Nahrung, die darin die Behausungen von Zwergen beschreibt. Aus diesem Grund werden sie heute auch von den Harzern als Zwergenlöcher bezeichnet.
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